Die Bühler AG, ein weltweit tätiger Technologiepartner für die Verarbeitung von Lebensmitteln und Materialien, strebte danach, die Effizienz und Konsistenz ihrer Engineering-Workflows durch Automatisierung über Autodesk Plant3D und Autodesk Construction Cloud (ACC) zu verbessern. Angesichts tausender neuer Projekte pro Jahr benötigte Bühler eine robuste und skalierbare Lösung zur Unterstützung ihrer globalen Aktivitäten. In Zusammenarbeit mit ioLabs wurde eine umfassende Suite webbasierter Tools – zusammengefasst unter dem Namen Bühler Web Services – entwickelt, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.
Monatlich werden
10k
PDFs generiert
Bühler AG erstellt
2k
Projekte pro Jahr
Die Anzahl der Projektmanager
300
die die Tools täglich nutzen
Vor der Einführung automatisierter Prozesse mussten Projektteams mit über 1200 Nutzern zahlreiche sich wiederholende Aufgaben manuell ausführen. Attribute wurden einzeln in jeder Datei aktualisiert, Zeichnungsrahmen manuell ausgefüllt - häufig ohne Mehrsprachigkeit - und die Einrichtung von Plant3D- und ACC-Projekten war sehr arbeitsintensiv. Auch die Erstellung von Dokumentationen wie PDFs erfolgte manuell, was zu Inkonsistenzen führen konnte. Darüber hinaus fehlte ein standardisiertes Dateibenennungsschema, und Änderungen konnten nicht projektübergreifend angewendet werden, was zu Ineffizienzen und erhöhtem Aufwand führte.
Die Lösung
Zur Bewältigung dieser Herausforderungen lieferte ioLabs AG eine Lösung mit Fokus auf Automatisierung, Zentralisierung und Konsistenz. Attribute können nun über eine zentrale Oberfläche verwaltet und innerhalb strukturierter Projekt-Hierarchien automatisch vererbt werden. Ingenieuren steht eine einheitliche Umgebung zur Verfügung, in der sie mehrere Projekte parallel verwalten und Attributwerte datenweit suchen und bearbeiten können. Die Lösung ermöglicht zudem die Erstellung von Plant3D-Projekten mit vollständiger Integration in ACC, was den gesamten Projektlebenszyklus optimiert.
COMOS–ACC-Integration
Diese Integration verbindet Siemens COMOS und Autodesk Construction Cloud (ACC) und adressiert den Bedarf an standardisierter, automatisierter Dokumentenverwaltung. Kunden stehen oft vor Herausforderungen bei konsistenter Dateibenennung, Versionskontrolle und manuellem Hochladen – Probleme, die zu Ineffizienzen und Fehlern führen.
Als Teil der Lösung implementierte ioLabs eine nahtlose Zwei-Komponenten-Integration: ein COMOS-Plugin (DLL) für die Echtzeit-Generierung von Dokumentennamen und einen Hintergrunddienst für die Warteschlangenverarbeitung und das Hochladen von Dateien. Gemeinsam generieren diese Komponenten automatisch Dokumentennummern basierend auf vordefinierten Regeln, laden Dateien über die ioWS-Schnittstelle in ACC hoch und schreiben Datei-Identifikatoren in COMOS zurück – wodurch Datenkonsistenz und Rückverfolgbarkeit durchgehend gewährleistet werden.
Schlüsselfunktionen
- Automatische Durchsetzung von Namenskonventionen – Generiert eindeutige Dokumentennamen mithilfe anpassbarer Regeln und Zähler pro Projekt und Dokumententyp.
- Asynchrones Hochladen im Hintergrund – In COMOS in die Warteschlange gestellte Dateien werden automatisch in ACC hochgeladen; Erfolg oder Misserfolg wird zurückgemeldet, Metadaten bleiben synchron.
- REST-API-Feedback-Schleife – Aktualisiert COMOS-Felder (ACC-Link, Zähler, Fehlercode) nach jedem Upload und gewährleistet vollständige Rückverfolgbarkeit.
- Kundenspezifische Konfiguration – Unterstützt angepasste Regeln für Benennung, Upload-Ziele und Metadaten-Mapping.
Prozessverbesserungen
Die Lösung brachte zahlreiche Verbesserungen: Zeichnungsrahmen werden nun automatisch befüllt - inklusive Unterstützung für über sechs Sprachen. Plant3D- und ACC-Projekte werden automatisiert erstellt und integriert. Wiederkehrende Attributwerte können gesammelt aktualisiert werden, was die Datenqualität verbessert und den Bearbeitungsaufwand reduziert - insgesamt gibt es 1200 Nutzer, davon bearbeiten 900 Plant 3D-Anwender täglich 2500 Dokumente. PDF-Dokumente werden automatisch generiert, durch ACC-Workflows ausgelöst und durch Hintergrunddienste überwacht.
Ein standardisiertes Dateibenennungssystem wurde eingeführt, das sich an internen Bühler-Richtlinien orientiert und die langfristige Wartbarkeit unterstützt. Nach der Umsetzung konnten deutliche Effizienzsteigerungen erzielt werden. Über 10.000 PDF-Dateien werden monatlich automatisch generiert, etwa 2000 Projekte werden jährlich initiiert, mehr als 900 Ingenieure und 300 Projektleiter weltweit nutzen die Tools täglich.
Geschäftliche Ergebnisse
Die Lösung etablierte einen konsistenten End-to-End-Workflow - von der ersten Konstruktion bis zur finalen Dokumentation - im gesamten Engineering-Umfeld von Bühler. Standardisierte Zeichnungsrahmen kommen in über 4000 Projekten in 140 Ländern zum Einsatz und sorgen für einheitliche Ergebnisse über Regionen und Sprachen hinweg.
Dank der Automatisierung werden menschliche Fehler reduziert. Die Lösung verbessert die Konsistenz, Markenidentität, Projekttransparenz, die Einhaltung interner sowie externer Standards und steigert die Prozessqualität durch systemgeführte Abläufe. Insgesamt wurden Projektkosten gesenkt, Durchlaufzeiten verkürzt und der manuelle Aufwand - insbesondere bei der Dokumentationserstellung - deutlich reduziert. Die hierarchische Vererbung von Attributen unterstützt zusätzlich langfristige Effizienzgewinne in projektintensiven Umgebungen - mit jährlich geplanten 2000 neuen Projekten.
Video
Galerie
Kunde
Bühler AG
Credits
ioLabs AG
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Technologie
C# .NET Core
C# .NET Framework
ioFramework
Plant3D SDK
React.JS
Siemens Comos
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